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Zeitenwende am Wohnungsmarkt?

Unbemerkt für viele, die unter den immer unerträglicher steigenden Kosten für das Wohnen leiden, hat sich eine Zeitenwende mit noch unklarem Ausgang vollzogen. Seit 2008, seit der Finanzkrise bis zu Beginn dieses Jahres waren die Mieten, die Immobilienpreise und die Aktien der Wohnungskonzerne Jahr für Jahr ins Unermessliche gestiegen. Doch seit die EZB die Nullzinsen wegen der Inflation ins merklich Positive angehoben hat, wurde der Wert der Aktien aller Wohnungskonzerne in kürzester Zeit mehr oder weniger halbiert.

 Wetten auf stetig steigende Grundstücks- und Immobilienpreise

Der vergangene Anstieg der Aktienwerte hatte zwar auch mit der Aussicht auf steigende Mieten zu tun. Vonovia z.B. plant seit Jahren eine jährliche Mieterhöhung von durchschnittlich 4% ein. Das macht Jahr für Jahr schon nach 18 Jahre z.B. aus 800€mtl. 1.620€ mtl. Miete. Und bei der heutigen Inflation und den steigenden Betriebskosten sind das dann real schon über 2.400€ Miete. Wer soll sich das dann noch leisten können?

Doch nicht allein die Mieterhöhungen haben den Wert der Immobilienkonzerne in den letzten Jahren so sehr in die Höhe getrieben. Vor allem hat die Aussicht auf stetig steigende Boden- und Immobilienpreise die Fonds und Aktien schwindelerregend nach oben getrieben und neue Käufe und Übernahmen ermöglicht.

 Damit ist es jetzt Schluss

Nicht nur die wesentlich höheren Zins-Kosten dieser durchweg kreditfinanzierten Unternehmen, bringen die Kalkulation dieser Konzerne ordentlich ins Wanken. Aber auch die Aussicht auf stagnierende und teils auch schon fallende Preise der einst teuer erkauften Wohnimmobilien

Das könnte uns eigentlich alles egal sein,

wenn jetzt nicht ein knallharter Machtkampf drohte. Natürlich werden Vonovia&Co nicht tatenlos zusehen, wie ihnen die Aktionäre und Anleger davonlaufen. Wenn schon die Aussichten auf steigende Immobilienwerte und Firmenübernahmen verbaut sind, bleibt im Wesentlichen nur noch eine Stellschraube, um die Rendite zu steigern:

 Noch stärker steigende Mieten in allen Formen - das ist es, was uns jetzt droht

Solange die Rendite beim Wohnen das Maß aller Dinge ist, werden wir solchen Drohungen ausgesetzt sein. In Berlin haben vor einem Jahr 59,6% der Wähler für die Enteignung der großen Wohnungskonzerne gestimmt. Mit der Umsetzung dieses Votum wäre der Spuk am Ende, dass wir Mieter*innen auch noch das Wohl von Aktionären und Pensionsfond mit bezahlen müssen. Mit welchem Recht geschieht das eigentlich? Und doch wird die eindeutig demokratische Entscheidung des Volksentscheids jetzt durch Verschleppung und Verschleierung hintertrieben. Wir wissen, es sind dunkle Zeiten.

Doch alles müssen wir uns nicht bieten lassen!

   

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